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Lebensmittel Sicherheit
Entlang der Produktionskette „from farm to fork“ sorgen neben gesetzlichen Vorgaben zunehmend verschiedene Zertifizierungen und Inspektionen (interne Kontrollen) für eine hohe Sicherheit von Lebensmitteln.
Im Rahmen der Zertifizierung von Lebensmittelprodukten werden spezifische Kriterien der jeweiligen Standards durch qualifizierte Auditoren überprüft und durch entsprechende Zertifikate bestätigt. Zertifizierungen überprüfen die Eigenkontrollsysteme der Unternehmen und dienen somit der Vertrauensbildung gegenüber Abnehmern. Zertifizierungen nach unterschiedlichen Lebensmittelstandards werden auf allen Stufen der Lebensmittelkette gefordert.
Zertifizierung (DIN EN 45011): Die SGS bietet im Bereich Lebensmittelproduktion folgende Zertifizierungen an:
- QS (Qualität und Sicherheit)
QS ist ein produktübergreifendes Prüfzeichen über alle Stufen der Produktionskette und des Handels von Lebensmitteln. Der QS-Standard erfasst die Produktbereiche Fleisch (Rind, Schwein, Geflügel), Obst, Gemüse, Kartoffeln und Drusch- und Hackfrüchte. Durch ein dreistufiges Kontrollsystem (Eigenkontrolle, Neutrale Kontrolle, Kontrolle der Kontrolle) wird die Einhaltung von Prüfzeichenanforderungen gewährleistet. Die SGS Germany GmbH prüft und zertifiziert auf allen Stufen des QS Systems. Ansprechpartner:
- Rindfleischetikettierung
Seit dem Jahr 2000 besteht in allen Mitgliedstaaten der EU die Verpflichtung zur Etikettierung von Rindfleisch. Die Anforderungen des Rindfleischetikettierungs-gesetzes und dessen Durchführungsverordnung sind in Deutschland durch alle Teilnehmer im Rindfleischmarkt zu erfüllen – vom Schlachtbetrieb bis zur Ladentheke. Voraussetzung für die Zulassung eines Etikettierungssystems (z.B. Qualitätsfleisch) ist die Überprüfung durch eine neutrale Kontrollstelle. Die SGS ist eine bei der BLE zugelassene neutrale Kontrollstelle und darüber hinaus anerkannt für Prüfungen im IFF- und ORGAINVENT-System. Ansprechpartner: Karl-Peter Pongratz, Tel.: +(43)(0)1 512 25 67 154
- GlobalGAP
GLOBALGAP ist ein privatrechtlicher, internationaler Standard für die gute Agrarpraxis (GAP), der auf den Grundsätzen der Lebensmittelsicherheit, des Arbeits- und des Umweltschutzes basiert. Die SGS ist zugelassene Kontrollstelle für die Bereiche GLOBALGAP Obst und Gemüse, sowie für den von GLOBALGAP anerkannten Standard AMAGAP (AMA-Gütesiegel für Obst, Gemüse und Speisekartoffeln), der von der AMA-Marketing entwickelt wurde.
- IFS (International Food Standard)
Im Jahr 2002 haben deutschen Einzelhändler (HDE) den IFS Standard entwickelt. Bereits 2003 schlossen sich die französischen Einzelhändler (FCD) der IFS Working Group an. Der IFS dient der einheitlichen Überprüfung der Lebensmittelsicherheit und des Qualitätsniveaus von Produzenten in der Lebensmittelverarbeitung. Das IFS-Zertifizierungsspektrum umfasst alle Produktbereiche, die der landwirtschaftliche Primärproduktion nachgelagert sind und in denen Lebensmittel "bearbeitet" werden. Nach IFS werden mittlerweile weltweit Lebensmittelverarbeiter zertifiziert. Als neutrale Zertifizierungsstellen zugelassenen sind SGS Germany GmbH und Institut Fresenius. SGS Germany GmbH koordiniert innerhalb der SGS die weltweite Durchführung von IFS Audits. Ansprechpartner: Isabella Kauf, +(43)(0)1 512 25 67 134
Lieferantenaudits: Lieferantenaudits dienen in der Lebensmittelproduktion und –verarbeitung, im Handel und in der Gastronomie/Gemeinschaftsverpflegung zur Gütebeurteilung der Lieferanten und helfen den Hygienestandard der Rohstoffe systematisch zu verbessern. Allein einwandfreie Rohstoffe ermöglichen die Herstellung von mikrobiologisch sicheren und qualitativ hochwertigen Produkten.
Schwerpunkt eines Lieferantenaudits ist die Beurteilung der implementierten Hygiene- und Eigenkontrollmaßnahmen (HACCP-Konzepte) in Betrieben der Lebensmittelproduktion, des Handels und des Transportes.
Ansprechpartner: Isabella Kauf, Tel.: +(43)(0)1 512 25 67 134
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